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Kindergottesdienst

Geschichtenzeit zum Beten

Ein Vorschlag für Zuhause - gemeinsam mit Kindern von Natalie Ende und Lisa Neuhaus

Eine merkwürdige Geschichte (Lukas 11,5-8)

Vorbereitung

  • Geschichte üben
  • Geschichtenplatz vorbereiten
  • Bastelmataerial für Pappmaché (Kleister, alte Zeitungen, Luftballon) oder einen leeren Karton, Malsachen

Geschichte

Es klopft an der Tür. "Wer ist denn das jetzt noch?", fragt Petrus ärgerlich. "Jetzt haben wir gerade angefangen, zu essen." Er steht auf und öffnet die Tür. Jesus und die anderen Freund*innen sehen ihm neugierig hinterher. Vor der Tür steht eine Frau mit zwei kleinen Kindern: "O, ich störe. Ihr habt Besuch."
"Das stimmt, Johanna, unser Haus ist gerade wirklich voll."

"Dann komme ich mit meiner Bitte sehr ungelegen."

"Wieso? Was ist denn?", fragt die Frau von Petrus freundlich. Sie ist inzwischen auch zur Tür gekommen. 

"Meine Mutter ist sehr krank. Ich muss noch nach ihr sehen. Da wollte ich fragen, ob Zippora und Samuel so lange bei euch bleiben können."

"Kommt rein, ihr beiden. Hoffentlich kannst du deiner Mutter helfen, Johanna", sagt die Frau von Petrus. 

Die Kinder von Petrus kümmern sich gleich um Zippora und Samuel. Sie passen auch noch an den großen Tisch. Endlich können sie weiteressen. 

Nach dem Essen sagt eines der Kinder energisch: "Und jetzt Geschichtenzeit. Heute musst du erzählen, Jesus."

Jesus nickt, und alle sehen ihn erwartungsvoll an.

"Es ist Mitternacht. Jemand klopft an eine Tür. Es klopft sehr laut, immer wieder. Und einer ruft ganz laut: ´Freund, leih mir drei Brote. Ich brauche sie dringend. Ein Freund ist unerwartet zu mir zu Besuch gekommen. Er hat eine lange Reise hinter sich und ist sehr hungrig.´ Seine Stimme wird immer lauter: ´Ich habe gar nichts mehr im Haus, was ich ihm anbieten kann.´ Noch einmal klopft er energisch an die Tür. 

Der Freund im Haus macht nicht auf. Er ruft nach draußen: ´Lass mich bitte in Ruhe. Ich habe die Tür schon für die Nacht zugeschlossen. Meine Kinder schlafen. Und ich habe auch schon geschlafen. Jetzt stehe ich nicht mehr auf, um dir Essen für deinen Gast zu geben.´"

Jesus muss plötzlich lachen.

Magdalena lacht auch und sagt: "Das glaubst du ja selbst nicht, Jesus. Keine*r lässt einen Fruend so vor der Tür stehen."

"Genau!" sagt Nathanael. "Es ist ja auch schrecklich, einem Gast nicht einmal Brot anbieten zu können. Da würde ich meinen Freund*innen immer helfen."

"Ihr habt völlig recht", sagt Jesus. "Und mir fällt och ein anderer Grund ein, warum er die Tür aufmachen wird: Wenn jemand so heftig bittet, stehen wir doch alle auf und helfen. Dem kann man sich gar nicht entziehen." Jesus denkt kurz nach: "Der Schluss der Geschichte muss also so gehen: Der Freund im Haus macht die Tür auf und gibt dem anderen, was er braucht."

"Das war aber keine richtige Geschichte, Jesus", sagt die Tochter von Petrus, die sich oft etwas traut. Jakobus sagt streng zu ihr: "Vielleicht bist du noch zu klein, um das zu verstehen. Hier geht es um den Weg des Friedens, da muss man manchmal energisch werden."

Salome fragt Jesus: "Geht es ums Beten bei deiner Geschichte? Darf ich Gott*Ewige si energisch um etwas bitten?"

"Für jemand anderen darf ich immer so energisch bitten", sagt Nathanael. und Petrus nickt: "So einen Freund hätte ich auch gern, der sich so für mich einsetzt. Bei anderen und bei Gott*Ewige."

"Ich verstehe, was Jesus meint", sagt die Tochter von Petrus, die oft etwas traut. "Dafür bin ich nicht zu klein. Wenn ich bei Gott*Ewige anklopfe, hört sie mich und macht die Tür auf. Dann müssen wir jetzt für die Großmutter von Zippora und Samuel bitten. Und zwar für alle."

Jesus lächelt sie an und sagt: "Das machen wir." Alle anderen sind ganz still geworden. Die Frau von Petrus sagt: "Gott*Ewige, wir bitten dich für die Großmutter von Zippora und Samuel."

 

Nach der Geschichte- Ein Friedensgebet

Gott, so viele brauchen jetzt deine Hilfe.

Wir bitten für die Menschen, bei denen Krieg ist.

Wir bitten für alle, die sich fürchten und sich Sorgen machen.

Gott, So viele brauchen jetzt deinen Hilfe, sei du bei Ihnen. 

 

 

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