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Impuls: Unsere Hände...

Meine Zeit steht in deinen Händen

Unsere Hände…

In Zeiten der Corona-Pandemie, da ist viel von unseren Händen die Rede.

Hände dürfen nicht gereicht werden…

Hände müssen gewaschen werden…

Hände  sollen nicht ans Gesicht langen…

Dabei erzählen unsere Hände soviel.

Soviel aus unserem Leben. Von unseren Eigenarten, unserem Beruf, von Glück und Not, von Lebensstürmen und Bewährung.

 

Sind Hände nicht schöne Hände, wenn sie trösten, wenn sie vergeben, wenn sie segnen?

 

Vieles, was unsere Hände Gutes tun können, ist in diesen Zeiten schwieriger. Wenn soziale Kontakte eingeschränkt werden, kann ich nicht mehr in gleicher Weise für andere dasein.

Da müssen meine Hände manchmal tatenlos sein.

Da ist nun mehr das Hören und Sprechen gefragt. Wenn wir über das Telefon und über die Straße hinweg, wenn wir aus der Distanz Nähe wagen.  

 

Was uns immer  bleibt, ist das Beten. Denn Gott wird nicht abgesagt. Gott muss nicht schließen. Gott ist nicht in Quarantäne.

Betende Hände sind wie Kirche und Gottesdienst.

Betende Hände predigen stets von Bitte und Dank, Lob und Preis, Not und Hilfe, Sehnsucht und Wunsch, Kampf und Leiden, Gott und Himmelreich.

 

Manche legen ihre Hände einfach quer übereinander. Das heißt: Da bin ich, Gott, vor Dir!

Da hast Du meine Hände, da hast Du mich. Mit allen Fragen und Sorgen, mit allen Zweifeln und Unsicherheiten komme ich zu Dir Gott.

 

Die meisten falten die Hände, Finger an Finger, Hand in Hand. Es ist so, als wollten sie Gott hineinnehmen, hineinschließen in eine Gemeinschaft. Du bist bei mir.

 

 

 

Manche betende Hände  liegen flach und gestreckt aneinander. Sie bilden ein Giebeldach unter dem die Seele sich birgt vor Sturm und Wetter der Welt.

So können wir Gott all unsere Stürme anvertrauen. Alles, was da in uns wütet und tobt.

 

Schließlich dürfen wir uns Gottes Hände vorstellen.

Gottes Hände, die er uns entgegenstreckt.

Denn ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.

Gottes Hände, die mich aufbauen und trösten.

 

Jesu Hände, die sich mir entgegenstrecken.

Gezeichnete Hände des Gekreuzigten und Auferstandenen.

Seine Wunden an den Händen erzählen auch von meinen Wunden und Malen.

Er versteht, wie es uns geht.

 

Auch in diesen Zeiten, können wir unsere Hände zum Gruß erheben.

Können wir unsere Hände Gott entgegenhalten.

 

Möge Gottes Hand uns halten und bergen

Amen

 

Inspiriert von Rüdiger Alberti: Dinge predigen.


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